Tagung // Bildprozesse. Imagination und das Imaginäre im Dialog von Kultur- und Naturwissenschaften.

03.05.2007 to 04.05.2007

Das Anfang der 90er Jahre von der Kognitionsforschung ausgerufene „Jahrzehnt des Gehirns“ hat auch die Geistes- und Kulturwissenschaften herausgefordert: Sei es, dass die Begriffsgeschichte von Imagination/fanatsia grundlegend neu erforscht wird, die kulturellen und interkulturellen Bedingungen von Imagination näher untersucht werden oder aber die Entstehung des kollektiven, medientechnisch wie kulturell produzierten Imaginären neue Aufmerksamkeit findet. Ungeachtet ihrer unterschiedlichen Zugriffsperspektiven teilen sich Natur- und Kulturwissenschaften derzeit die folgenden Forschungsschwerpunkte: Aufmerksamkeit und Gedächtnis, Blick(steuerung) und Bewegung, Apperzeption und Affekt; das Zusammenspiel von interner und externer Repräsentation; die Funktion von Imagination innerhalb kreativer Gestaltungsprozesse in den Bereichen bildende Kunst, Literatur, Medien und Musik.
Die Tagung wird im Dialog von Natur- und KulturwissenschaftlerInnen eine Diskussion über die kreative Energie der Imagination in den Künsten und Medien und die sie begleitenden neuronalen Prozesse führen. Ziel dieses interdisziplinären Unternehmens ist eine gemeinsame Perspektive auf die Frage, inwiefern sich Kultur- und Naturwissenschaft als adäquate oder sogar notwendige Dialogpartner in Fragen, die die Imagination und das Imaginäre betreffen, einen Erkenntnisgewinn verschaffen können. Das Ergebnis dieses vorab geführten Dialogs wird in der Tagung vorgestellt. In Tandems, die je ein(e) Natur- und ein(e) KulturwissenschaftlerIn über ein gemeinsames Thema bilden, werden gemeinsame Forschungsperspektiven sondiert.

Konzeption: Christiane Kruse, Birgit Mersmann, Tanja Klemm, Frank Furtwängler

Rednerliste

Olaf Breidbach (Jena)
Giovanni Galizia (Konstanz)
Thomas Götz (Berlin)
Rudolf Groner (Bern)
Hans Dieter Huber (Stuttgart)
Marc Jongen (HfG Karlsruhe)
Carsten Juwig (Karlsruhe)
Christoph Klein (Bangor)
Tanja Klemm (Berlin)
Christiane Kruse (Marburg)
Martin Kurthen (Zürich)
Birgit Mersmann (Basel)
Warren Neidich (London)
Raphaéle Preisinger (Karlsruhe)
Raphael Rosenberg (Heidelberg)
Schmidt (Bonn)
Barbara Stafford (Chicago)
Kai Vogeley (Köln)
Peter Weibel
Beat Wyss
Bartosz Zurowski (Hamburg)

Christiane Kruse/Thomas Götz – Von Kopfbildern und Hirnspektakeln: Das Leben der Bilder im Spiegel der Emphatie
„Das Wort Einfühlung bedeutet mal dieses, mal jenes, bis es schließlich jegliche Bedeutung verliert.“ Theodor Reik, Psychoanalytiker, 1948
Der seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts anhaltende Triumphzug der empirischen Neurowissenschaften, einer in sich heterogenen Gruppe von Naturwissenschaften, führte auch zu einem zunehmenden, oft unkritischen, Eindringen in bislang klassische geisteswissenschaftliche Gebiete. Bisweilen taucht in diesem Zusammenhang in kulturwissenschaftlichen Schriften auch der Begriff des „neuronal turn“ als Indiz dafür auf, dass aktuelle Diskursen nur noch schwer auf neurowissenschaftliche Erklärungsmodelle verzichten können. Diese Entwicklung mutet oft einseitig d.h. neurowissenschaftlich forciert an.
Auch im Bereich der Wahrnehmung der bildenden Kunst existieren neben klassischen psychologisch-ästhetischen und philosophisch-ästhetischen Theorien immer mehr Modelle, die unter dem Begriff der „Neuroästhetik“ subsumiert werden können, ohne dass dieser dadurch an Klarheit gewänne. Der vorliegende Vortrag, der im Dialog mit der Kunsthistorikerin Christiane Kruse entstand, versucht die Gelegenheit zu nutzen, eine Brücke zwischen zwei konzeptionell verschiedenen aber sich gegenseitig beeinflussenden Herangehensweisen zu schlagen: der Hermeneutik von Erfahrungswelten eines historischen Individuums und der Gruppenstatistik von Reiz-Reaktions-Zusammenhängen in einem zeitgenössischen Laborsetting. Letztere findet oft selbst in der Schaffung ästhetischer Bilder ihren Ausdruck.
Ein wesentlicher Bestandteil einer Theorie der Kunstwahrnehmung ist die von Philosophen des 19.Jahrhunderts wie Theodor Lipps oder Rudolf Vischer geprägte „Einfühlung“. Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts berichteten Wissenschaftler der Universität Parma in Primaten über das Konzept der Spiegelneurone, die seitdem nicht nur in anderen Spezies beschrieben wurden, sondern auch als mögliches neuronales Korrelat eben jenes „Einfühlungsvermögens“ gelten.
Der erste - einführende - Teil des Vortrages wird sich im Wesentlichen mit der Historizität und dadurch mitbedingten Ästhetik der Neurowissenschaften befassen, um dann im zweiten Teil am Beispiel der Empathie eine mögliche Deutungsdimension der Ästhetik zu diskutieren, in der sich Kultur- und Neurowissenschaften zu einem kritischen und gegenseitig stimulierenden Dialog treffen können, dessen gemeinsame Sprache erst entwickelt werden muß.
Giovanni Galizia/Tanja Klemm – Die Bedeutung von Bildern in der Hirnforschung vor Descartes und heute
Seit jeher ist eine zentrale Frage der Hirnforschung, die Orte des Denkens oder Wahrnehmens und die Vernetzungen dieser im tierischen und menschlichen Gehirn zu finden. Dabei ist sie mit dem Problem konfrontiert, dass sich das Wissen um die organisch-anatomischen Strukturen nicht ohne weiteres auf gewissermaßen gestaltlose, prozessuale und abstrakte Vorgänge übertragen lässt. So fungiert das Bild in Zeichnungen oder Druckgraphiken aus dem 16. Jahrhundert als verbindendes Element zwischen zwei Ebenen, nämlich der der Materialität des Organismus und der der Immaterialität geistiger Vorgänge. Aber auch heute werden Bilder – sowohl schematische Zeichnungen als auch etwa solche von fMRI-Aufnahmen, die eine zunehmende Divulgation erfahren – in der Hirnforschung vermehrt eingesetzt, um eine Beziehung zwischen dem materiellen Substrat und dem Geist darzustellen.
Auch wenn diese Darstellungsproblematik in der Zeit vor Descartes vor einem grundlegend anderen historischen Hintergrund sichtbar wird, treten damals wie heute zwei Ausgangsfragen auf: Erstens, auf welche Weise kann in einer Gehirndarstellung die Verkörperung und Sichtbarmachung unsichtbarer und prozessualer Vorgänge gelingen? Dazu gehört etwa der Rückgriff auf Bildkonventionen, oder die Verwendung semi-standartisierter Bildformen. Und zweitens: Welches Körpermodell wird implizit angenommen, wenn der Zusammenhang von körperlichen und mentalen Prozessen graphisch realisiert wird?
Unsere als Diskussion aufgebaute Präsentation nimmt sich zur Aufgabe, anhand unserer Forschungsgegenstände und -bilder zu analysieren und zu diskutieren, wie in diesen prozessuale (Wahrnehmungs- oder Denkprozesse) visualisiert sind. Die grundsätzliche Frage, ob die Gehirndarstellungen aus dem 16. Jahrhundert philosophische, diskursive und/oder (bild-)epistemologische Grundlagen mit den Bildgebungen heutiger Hirnforscher teilen, wollen wir auf diese Weise konkret an unser Material anbinden. Vor allem die jeweilige Verhältnisbestimmung von theoretischen Modellen und empirischen Daten auf der einen Seite und die Frage danach, inwieweit sich graphische Visualisierungen empirischer Daten (etwa fMRI-Daten), von den herkömmlichen Darstellungsverfahren unterscheiden, wollen wir in diesem Zusammenhang diskutieren.
Giovanni Galizia wird von seinem Forschungsbereich der Neurobiologie kommend argumentieren. Er untersucht die raum-zeitliche Struktur von Gehirnaktivität anhand der Duftwahrnehmung von Bienen, wobei auch bildgebende Verfahren eingesetzt werden. Tanja Klemm wird Hirndarstellungen aus dem 15. und 16. Jahrhundert zur Diskussion stellen, die Gegenstand ihrer kunsthistorischen Dissertation über Perzeptionsmodelle zwischen Physiologie und Psychologie in dieser Zeit sind.
Marc Jongen – Ins Universum der Hyperbilder. Zur Theorie einer trans-logischen Imagination
Zwei Hauptmerkmale des gegenwärtigen Umbruchs in der Ordnung des Wissens bilden den Ausgangspunkt meiner Überlegungen: 1. der ernorme, durch routinemäßige Beobachtungen zweiter und dritter Ordnung bedingte Komplexitätszuwachs in den Wissenschaften, 2. der Übergang von einer schriftdominierten zu einer durch Neue Medien – d.h. vor allem durch Bilder – dominierten Kultur. Beides zusammen führt zum Desiderat einer „kognitiven Aufrüstung“ des menschlichen Denkens, das – in alten Rationalitätsmustern befangen – immer weniger imstande ist, der neu emergierenden Welt gerecht zu werden. Mit „Hyperimagination“ bzw. „Hyperbildlichkeit“ soll eine Form mentaler „Datenverarbeitung“ bezeichnet sein, die die Eigenschaften logisch-begrifflichen Denkens und bildhaften Anschauens kombiniert und somit hochabstrakte, komplexe Zusammenhänge - über die Fachgrenzen der Natur- und Geisteswissenschaften hinweg - zu imaginieren erlaubt.
In drei kurzen Anläufen möchte ich mich der Theorie einer solchen „Anschauung der Unanschaulichen“ nähern: 1. Anhand der mnemotechnischen Imaginationsverfahren der Renaissance soll die Verwurzelung dieser Denkform in der abendländischen Tradition aufgezeigt werden. 2. Im Anschluss Gotthard Günthers Idee einer nicht-aristotelischen, mehrwertigen Logik lässt sich ihre Relevanz für das Zeitalter der kybernetischen Maschinen (Computer und Roboter) verdeutlichen und 3. kann unter Hinweis auf Vilèm Flussers Konzept der „Technoimagination“ gezeigt werden, dass Hyperbildlichkeit womöglich das geistige Pendant der maschinengenerierten und medial verbreiteten Technobilder darstellt. Daraus ließe sich ein spezifisches Bildungsprogramm für die technischen Zivilisation ableiten: Das „hirngestützte“ Bewusstsein muss hyperimaginieren lernen, wenn es den Technobildern gegenüber nicht in der User-Position verharren soll. Der Alphabetisierung muss eine „Imaginisierung“ folgen.
Als Anfrage an die Neurowissenschaften leitet sich aus alledem ab, ob Versuchsanordnungen denkbar – oder bereits verwirklicht – sind, die die Bewusstseinsform „Hyperbildlichkeit“ nachzuweisen erlauben. Unabhängig ob ja oder nein, bleibt die (genuin philosophische) Frage zu diskutieren, was mit einem solchen Nachweis gewonnen wäre.
Martin Kurthen – Jenseits der Sprache: nicht Bilder, sondern Handlungen
In der Neurowissenschaft werden sprachliche und bildhafte Informationsverarbeitung überwiegend als getrennte Prozesse untersucht, zumal diese beiden Repräsentationsmodi zunächst auch neuroanatomisch unterschiedliche Funktionssysteme benutzen. Grob gesagt, wird Sprache linkshemisphärisch frontotemporal verarbeitet, Bildhaftes hingegen rechtshemisphärisch parietotemporokzipital. Andererseits ist bekannt, dass das Gehirn bei manchen Aufgaben im Dienste einer besseren Leistungsfähigkeit die bildhafte und die sprachliche Repräsentation gemeinsam nutzen kann. So ist aus der Neuropsychologie des Gedächtnisses das sog. duale Enkodieren geläufig: eine zu enkodierende sprachlich dargebotene Information wird ohne unser aktives Zutun automatisch auch im bildhaften Modus gespeichert (oder umgekehrt). Dies macht die Gedächtnisspeicherung stabiler, und der Abruf kann später über verschiedene assoziative Wege erfolgen. – So spricht nichts dagegen, dass das menschliche Gehirn auch die Ressourcen für eine „hyperbildliche“ Kognition bereitstellen kann. Neurowissenschaftlich wird eine solche quasi-bildliche Verarbeitung jenseits (nicht etwa regressiv: diesseits) der Sprache aber erst untersuchbar, wenn „Hyperbildlichkeit“ so weit operationalisiert worden ist, dass sie als realer psychischer Prozess überhaupt erst einmal nachgewiesen werden kann. Dabei ist zusätzlich der immer noch schwelende Streit um die Frage zu berücksichtigen, ob in der menschlichen Kognition überhaupt ein eigenes Format für die Verarbeitung bildhaften Materials gegeben ist.
Ohnehin scheint die faktische Entwicklung menschlichen – oder dann schon posthumanen? - Kognizierens die Schleifen der Sensomotorik immer enger zu knüpfen, so dass „zwischen“ Wahrnehmen und Handeln kaum noch Platz für Deliberation (sprachlich oder bildlich) bleibt. Die Neurowissenschaft trägt dieser Entwicklung Rechnung, indem sie sich immer stärker auf den Handlungsaspekt der Kognition (neuroanatomisch: auf den Frontallappen, insbesondere seine medialen Anteile) fokussiert. In einer solchen aktionalen Kognition können Sprache und bildliche Verarbeitung prozedural werden, also nur noch als unbewusste und dadurch umso glatter ablaufende Subroutinen fungieren. Damit dies gelingt, bedarf es erst recht einer kognitiven Funktion, die unabhängig vom Repräsentationsmodus (sprachlich oder bildlich) die übergeordneten Rahmenbedingungen perzeptiv-aktionaler Weltbewältigung schematisch organisiert. Könnte dies die gesuchte Hyperbildlichkeit sein? Dann fänden wir diese Kognitionsform in einem Bereich wieder, in dem schon andere Disziplinen mit unterschiedlichen Zielen ihre Rahmenkonzepte situiert haben: die Lacan´sche Psychoanalyse das „Phantasma“, die kantische Philosophie das „Schema“, die Künstliche-Intelligenz-Forschung die „frames“ und „scripts“, die Kognitionspsychologie die „mentalen Modelle“.
Carsten Juwig/Bartosz Zurowski – Vision, Imagination, Halluzination
Our mind “sees” things that the eye alone never could. Robert L. Solso
Dass nicht bereits das Auge ‚sieht’, sondern die über die Netzhaut aufgenommenen physikalischen Reize durch kognitive Prozesse selektiert, abstrahiert, interpretiert und zu sinnvollen Entitäten geformt werden, implizieren bereits frühmittelalterliche Optik- und Kognitionskonzepte. Als Paradigma gilt das Wahrnehmungsmodell des Augustinus (354-430), das zwischen körperlicher, spiritueller und intellektueller Schau differenziert. Jenseits seines theologisch fundierten Kontextes offenbart es interessante Parallelen zu rezenten Stufenmodellen der optischen Wahrnehmung. Gleiches gilt für das von der Neurowissenschaft oft bemühte ‚geistige Auge’, das seine Entsprechung im oculus mentis mittelalterlicher Texte findet.
Die perspektivreichste Kongruenz aktueller und mittelalterlicher Kognitionskonzepte ist die kreative Dimension kognitiver Prozesse, die im dynamisch-relationalen Zusammenspiel spezialisierter neuronaler Ensembles unterschiedlicher Hirnareale einzelne Eigenschaften von Gegenständen (Farbe, Form, Tiefe, Ausrichtung) zu ganzheitlichen Perzepten formen. Traditionell umstritten sind hier der Begriff des ‚Bildes’ und die Konkurrenz sprachähnlich-propositionaler und bildhafter Vorstellungen – so findet das bereits von Augustinus getroffene Diktum, der Mensch denke in sinnlichen Bildern und abstrakten Worten, eine Parallele in den derzeitigen neurowissenschaftlichen Diskussionen.
Jenseits der Diskussionen über die kognitiven Repräsentationsformate bleibt zu konstatieren, dass Hirnareale, die an der visuellen Wahrnehmung beteiligt sind, auch bei Prozessen bildhaften Vorstellens aktiv werden. Diese Koppelung von Sehen und Vorstellung deutet auf einen visuellen Arbeitsspeicher, der mentale Bilder (auch) ohne den Einfluss visueller Reize generiert. Aus neurowissenschaftlicher Sicht kann der bewusste Bildgenierierungsprozess ohne physische Stimuli als Imagination verstanden werden. Im Gegensatz zu diesen mehr oder weniger durch das Bewusstsein kontrollierten bildhaften Vorstellungen werden Halluzinationen als ‚real’ empfunden, da die dysfunktionalen Spontanendladungen in sensorischen Arealen nicht von denen, die durch echte physikalische Reize entstanden sind, unterschieden werden können.
Der avisierte Projekt nähert sich diesen endogenen Bildgenerierungsprozessen anhand eines Vergleichs frühmittelalterlicher Quellen, die teils explizit visio, inlusio und imaginationes thematisieren, mit aktuellen neurowissenschaftlichen Untersuchungen. Besonderes Augenmerk gilt dabei fränkischen und angelsächsischen Texten des 7.-9. Jahrhunderts, die bisher kaum hinsichtlich ihrer impliziten Optik- und Kognitionskonzepte betrachtet worden sind. Auffällig ist, dass sich in ihnen ein differenziertes Bildverständnis abzeichnet, das neuro- und bildwissenschaftliche Fragen nach ‚Bildern’ und ihren Generierungsprozessen perspektiviert – imago, forma oder figura korrespondieren Schemata, Bilder oder Muster. Als Arbeitshypothese gilt, dass im Frühmittelalter die Imagination an visuelle Eindrücke gebunden ist. Doch wie verhalten sich imaginatio, visio und inlusio und zu neurowissenschaftlichen Konzepten der Halluzination? Methodisch vielversprechend erscheinen rezente Untersuchungen zum Traum, in dessen Verlauf abstrakte Gedanken und Erinnerungen in endogene visuelle Wahrnehmungen umgesetzt und dabei die Abfolge neuronaler Prozesse der optischen Wahrnehmung umgekehrt werden.
Die Parallelen zwischen frühmittelalterlichen und rezenten Konzepten kognitiver Prozesse erscheinen an vielen Stellen frappierend. Jedoch erwachsen die Explananda in beiden Fällen aus der unmittelbaren täglichen Erfahrung des wahrnehmenden Subjektes, das die 3.Person-Perspektive einnehmend ein Modell von sich selbst erstellt.